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Mittwoch, 25.03.2026

Die HKI - Hilfe für Vereine

Genau hier setzt die HKI – Hamburger Kleingarten Infrastruktur GmbH an. Sie wurde jetzt vom Landesbund der Gartenfreunde in Hamburg e.V. gegründet, um die Vereine endlich beim größten Kraftakt seit Jahrzehnten zu unterstützen: der Modernisierung von Wasser- und Stromnetzen, der Einführung nachhaltiger Technik und der Entlastung des Ehrenamts.

Das Ausmaß der Krise

Hamburg hat über 300 Kleingartenvereine mit nahezu 34.000 Parzellen. Viele Anlagen sind wunderschön – aber ihre Infrastruktur oft nicht. In über 40 Jahre alten Wasserleitungen versickern mancherorts über 50 % des Wassers unbemerkt im Boden. Der monetäre Verlust ist gewaltig, geht man davon aus, dass der durchschnittliche 5000 Euro pro Verein ist – und wir wissen von großen Vereinen, die 70.000 Euro und mehr pro Jahr verlieren – kommen wir auf einen Betrag von zwischen 1 bis 2 Millionen Euro. Wortwörtlich zerrinnt uns dieses Geld zwischen den Fingern.

Jedes Jahr. Ähnlich sieht es beim Strom aus: Alleine die Grundgebühr aller Einzelanschlüsse dürfte in einem ähnlichen Bereich liegen.

Die große Umfrage 2023 ergab: 45 Vereine mit 6653 Parzellen benötigen dringend eine Wassersanierung. 22 Vereine (3062 Parzellen) müssen ihre Stromversorgung modernisieren, und 19 weitere Vereine (2835 Parzellen) kämpfen gleichzeitig mit maroden Strom- und Wasseranlagen. Und das sind nur die Vereine, von denen überhaupt Rückmeldung vorliegt. Das ist eine strukturelle Krise – gewachsen über Jahrzehnte. Hinzu kommt, dass die Hamburger Energienetze (HNE) ihre alten Stromnetze in Kleingärten in den nächsten 15 Jahren reduzieren wird. Viele Vereine müssen dann die Anlagen übernehmen, instand setzen oder neu bauen. Bei geschätzten 6000 Euro Sanierungskosten je Parzelle, wenn alles durch Fremdauftrag erledigt würde, stehen die Vereine vor Aufgaben, die sie ohne Unterstützung schlicht nicht leisten können.

Unser Service-Angebot

Deshalb ist der Auftrag der HKI: Die Modernisierung günstiger, professioneller und planbarer machen. Vereine können sich ab jetzt bei uns per E-Mail melden (s. Kontaktdaten) und wir werden Lösungen entwickeln, die alles aus einer Hand bieten – Bestandsaufnahme (denn jeder Verein hat seine Besonderheiten), Planung, Finanzierung, Vergabe, Bauüberwachung und Abnahme. Wir helfen bei der Antragstellung, führen Gespräche mit HNE, erstellen Leistungsverzeichnisse, vermitteln Fachfirmen und binden – wo sinnvoll – die freiwillige Mithilfe der Kleingärtnerinnen und Kleingärtner ein.

Kontakt:Jan Willem van de Loo
Geschäftsführer der HKI GmbH und Rechtsanwalt
Anfragen@hki-gmbh.com

 

Sicherlich wird jetzt in unserer Aufbauphase bis 2030 vieles auch erst einmal ausprobiert werden, es braucht Pilotprojekte, Geduld und Lernfähigkeit von allen Beteiligten. Aber das, was wir aufbauen, nutzt die große Stärke unserer Vereine: Selbstorganisation und Zusammenhalt.

Finanzierung in Aussicht gestellt

„Besonders wichtig: Dank der guten und langfristigen politischen Arbeit des LGH hat die Hamburgische Bürgerschaft die Absicht erklärt, 10 Millionen Euro für z.B. zinslose Darlehen zur Vorfinanzierung von Infrastrukturmaßnahmen in Kleingartenvereinen bereitzustellen. Damit wird heute möglich, wofür früher zehn Jahre Rücklagen gebildet werden mussten. Die Vorfinanzierung wird langfristig über Raten von ca. zehn Jahren zurückgezahlt – sozial verträglich und transparent. Damit wir Hamburgs Anlagen dauerhaft im 30-Jahre-Rhythmus erneuern können, müssen langfristig ca. 1000 Parzellen pro Jahr modernisiert werden. Das geht nur gemeinsam.

Hinterlassen wir unseren Kindern und Nachpächterinnen und Nachpächtern bessere Vereine, als wir sie vorgefunden haben. Die HKI wird in den nächsten Jahren dafür aufgebaut – packen wir’s an.“

Jan Willem van de Loo